Master-Studiengänge am Englischen Seminar I

Am Englischen Seminar I können Sie zwischen drei Master-Studiengängen wählen:

Der Master-Studiengang English Studies ist ein 'akademischer' Studiengang, der Sie auf verschiedenste Tätigkeitsfelder (z. B. im Kulturmanagement, im Verlagswesen, in internationalen Organisationen) oder auf ein weiterführendes Promotions-Studium vorbereitet

Der Master-Studiengang English Studies (Education) löst den bisherigen Lehramtsstudiengang ab und bereitet Sie in Verbindung mit dem vorhergehenden Bachelor-Studiengang Unterrrichtsfach Englisch auf die Arbeit als LehrerIn am Gymnasium/Gesamtschule oder dem Berufskolleg vor. Der Master of Education wird ab dem WS 14/15 für das Fach Englisch angeboten. 

Der Master North American Studies wird in Kooperation mit der Anglo-Amerikanischen Abteilung des Historischen Seminars und der Universität Bonn angeboten.

Bewerbung zum Master-Studium

Die Bewerbung zum Masterstudiengang erfolgt über das Prüfungsamt der Philosophischen Fakultät. Alle relevanten Informationen für fakultätsinterne BewerberInnen (Bachelorstudierende der Philosophischen Fakultät) und externe BewerberInnen (Bachelorstudierende von anderen Universitäten aus dem In- und Ausland) erhalten Sie auf den Seiten des Prüfungsamtes.

Warum Sie sich für ein Studium am Englischen Seminar I entscheiden sollten

Das Englische Seminar I ist mit sechs Professuren und über 50 Lehrenden eines der größten Institute der Philosophischen Fakultät. Dies erlaubt uns, Ihnen in Forschung und Lehre ein breites Angebot zu machen und Ihnen dabei gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, Ihre spezifischen Forschungsinteressen in enger Zusammenarbeit mit den DozentInnen zu vertiefen und auszubauen. Drei Lehrstühle vertreten dabei die Literaturwissenschaft, drei die Sprachwissenschaft.

Die linguistischen Professuren vermitteln neben den allgemein-sprachwissenschaftlichen Themen wie Phonetik/Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik auch Schwerpunkte wie  Sprachkontakt (Kreolsprachen, Gebärdensprachen, australische Sprachen), historische Korpuslinguistik, Soziolinguistik und die Spracherwerbsforschung.

Am Lehrstuhl für angewandte Sprachwissenschaft von Prof. Dr. Adone liegen die Lehr-und Forschungsschwerpunkte im Bereich des Erstspracherwerbs und des Sprachkontakts. Im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts EuroBABEL, das von der DFG finanziert wird, werden drei bedrohte Gebärdensprachen aus Jamaika, Bali und Nord Australien untersucht. In einem anderen Projekt wird der Sprachkontakt zwischen gesprochenen  und gebärdenden Sprachen (z.B. Kreolsprachen, Aboriginal Sprachen Nord Australiens) untersucht. Am Lehrstuhl für anglistische Sprachwissenschaft von Prof. Bongartz liegen die Lehr- und Forschungsschwerpunkte im Bereich Zweitspracherwerbs- und Mehrsprachigkeitforschung. Im Rahmen des internationalen, drittmittelfinanzierten Forschungsprojekts "CoLiBi" zum Beispiel untersucht der Lehrstuhl gemeinsam mit PsycholinguistInnen und BildungswissenschaftlerInnen aus Köln und Thessaloniki die Zusammenhänge zwischen Kognition, Bilingualität und Literacy bei zweisprachig auswachsenden Kindern. Dabei ist der Einfluss von schriftsprachlicher Bildung, schulischem setting und Spracheinstellungen auf die allgemeinen kognitiven und spezifisch verbalen Fähigkeiten von besonderem Interesse. Soweit es möglich ist, beziehen Professor Bongartz und ihr Team die Studierenden in ihre aktuellen Forschungsprojekte ein. Am Lehrstuhl für Historische Englische Sprachwissenschaft von Prof. Kohnen wird zurzeit das Corpus of English Religious Prose (COERP) zusammengestellt, eine digitale Sammlung religiöser Texte aus der Zeit 1150-1800. COERP ermöglicht einen neuen Blick auf die englische Sprachgeschichte mit Hilfe von Textsorten, die nicht nur eine fast lückenlose Kontinuität an überlieferten Texten bieten, sondern die auch besonders prägend für das Leben der Menschen waren und somit eine wichtige sozio-historische Bedeutung besitzen. Eine Literaturliste zu ersten Forschungsergebnissen sowie weitere Informationen zum Aufbau des Korpus erhalten Sie bei der Corpus Research Database.

Die literaturwissenschaftlichen Lehrstühle vertreten eine Vielzahl aktuell diskutierter Schwerpunkte, wie zum Beispiel die Erforschung der Neuen Englischsprachigen Literaturen (Postkolonialismus-Forschung), Amerikanische Literaturen und Kulturen, Gothic Literature und Gender Studies.

Ein aktuelles Forschungsprojekt unter dem Titel "Diversity, Cosmopolitanism and Ethics in the Age of Inter- and Transculturalism" am Lehrstuhl für englische Literaturwissenschaft bei Prof. Antor beschäftigt sich mit Fragen der literarischen und kulturellen Konstruktion und Verhandlung individueller wie kollektiver Positionalitäten im Zeitalter der Globalisierung in Großbritannien, Kanada und Australien. Am Lehrstuhl von Prof. Berressem liegt der Schwerpunkt auf der amerikanischen Literatur in Wechselwirkung mit anderen Medien wie Film, Kunst, Fernsehen und dem Internet. So werden zum Beispiel unterschiedliche Medien in Bezug auf technisch-apparative, gesellschaftlich-institutionelle und semiotisch-ästhetische Spezifika analysiert. Zusätzliche Lehr- und Forschungsmöglichkeiten zu diesem Themengebiet kann Ihnen das Englische Seminar I durch die Vernetzung mit dem interdisziplinären Studiengang Medienwissenschaften sowie durch die enge Anbindung des Lehr- und Forschungszentrum für Medienwissenschaften bieten. Die Genderforschung am Lehrstuhl von Prof. Neumeier untersucht Fragen der Geschlechterdifferenz, -identität und -rollen in verschiedenen Bereichen der Kultur, besonders hinsichtlich des englischsprachigen Theaters vom Elisabethanischen Zeitalter bis zu zeitgenössischen Stücken. Hier profitieren Sie besonders von der international renommierte Zeitschrift genderforum, die am Englischen Seminar I herausgegeben wird und in der die neusten Forschungstrends und Entwicklungen des Faches diskutiert werden sowie von unserer online Datenbank genderInn, die Ihnen die Möglichkeit zur gezielten Literaturrecherche in einem fast 10.000 Titel umfassenden Schlagwortkatalog zur feministischen Theorie und Literaturwissenschaft bietet. Der Bezug auf aktuelle Debatten und Diskussionen der englischsprachigen Literatur und Kultur wird natürlich bei allen Lehrstühlen durch theoretische Ansätze wie Psychoanalyse, Diskurstheorie, Dekonstruktion, New Historicism, Poststrukturalismus oder Postkolonialismus ergänzt und unterfüttert.

2009 wurde in Kooperation mit dem DAAD der vielbeachtete Gastlehrstuhl Australian Studies eingerichtet, der es dem Englischen Seminar I erlaubt, jedes Semester eine(n) Sprach- bzw. LiteraturwissenschaftlerIn aus Australien für Vorlesungen und Seminare einzuladen. Diese Gastprofessur bildet in Verbindungen mit dem Angebot der Kölner Lehrenden einen deutschlandweit einmaligen Forschungs- und Lehrschwerpunkt zu den Sprachen und Kulturen Australiens.

Teil der wissenschaftliche Infrastruktur am Englischen Seminar I ist nicht nur eine hervorragend ausgestattete Seminarbibliothek mit über 100.000 Bänden, die das fakultätsübergreifende Angebot der Universitätsbibliothek ergänzen, am Institut werden auch weltweit profilierte Zeitschriften wie Anglistik und genderforum herausgegeben. Für die zahlreichen Tagungen, Kongresse und Workshops, die zum Teil von unseren Studierenden mitgestaltet werden, konnten namenhafte WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland gewonnen werden, u.a. Bill Ashcroft, Rosi Braidotti, Elisabeth Bronfen, N. Katheryne Hayles, Heinz Ickstadt, Friedrich Kittler und Brian Massumi. Neben den international beachteten Fachtagungen ergänzen außerkurrikulare Veranstaltungen wie die Ringvorlesung zur Einführung in die Psychoanalyse Jacques Lacans das Lehrangebot des Englischen Seminars I. Ein ganz besonderes Angebot ist dabei das vielfach ausgezeichnete Theaterensemble Port In Air, welches von Dr. Richard Aczel am Englischen Seminar I ins Leben gerufen wurde und das aus der Theaterszene Kölns nicht mehr wegzudenken ist. Port in Air erlaubt es den Studierenden, Theaterstudien nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch durch die professionelle Produktion zeitgenössischer, englischsprachiger Stücke zu betreiben.


Warum Sie sich für ein Studium an der Philosophischen Fakultät entscheiden sollten

Mit über 23 Instituten und Einrichtungen bietet Ihnen die Philosophische Fakultät ein umfassendes Lehr- und Forschungsangebot. Hiervon profitieren Sie z.B. bei den Kombinationsmöglichkeiten, wenn Sie sich für einen Masterstudiengang mit 2 Fächern entscheiden. English Studies kann mit über 20 anderen Fächern kombiniert werden. Darunter sind fachverwandte Studiengänge wie Deutsche Sprache und Literatur oder Romanistik, aber auch kleinere Fächer wie Ethnologie, Kunstgeschichte, Informationsverarbeitung, Archäologie oder Musikwissenschaft. Eine Liste aller Masterstudiengänge der Philosophischen Fakultät finden Sie hier. Im Rahmen des Mastermoduls "Ergänzende Studien" können Sie Veranstaltungen aus den verschiedensten Instituten der Philosophischen Fakultät besuchen und so einen interdisziplinären Einblick in Forschung und Lehre anderer Fächer erhalten. Auch nach Ihrem Masterabschluss bietet die Philosophische Fakultät interessante Angebote für Ihre akademische Karriere: die Graduierten- und Forschungsschule a.r.t.e.s. dient der Qualifizierung von NachwuchswissenschaftlerInnen und führt zu diesem Zweck die Ressourcen und die einzigartige Fächervielfalt der Philosophischen Fakultät für eine strukturierte und zeiteffiziente Graduiertenausbildung zusammen.


Warum Sie sich für ein Studium an der Universität zu Köln entscheiden sollten

Die Universität zu Köln ist eine der größten und traditionsreichsten Hochschulen Deutschlands. Zahlreiche Partnerschaften und Kooperationen in Wissenschaft und Wirtschaft im In- und Ausland bieten den über 40.000 Studierenden exzellente Netzwerke und machen zum Beispiel durch die international renommierte Albertus-Magnus-Professur oder den Meister-Eckhart-Preis Seminare und Vorträge von Ausnahmewissenschaftlern wie Noam Chomsky, Giorgio Agamben, Jean Luc Nancy, Michel Serres, Claude Lévi-Strauss oder Martha Nussbaum  möglich. Die Universität zu Köln verfügt im Bereich der Gender Studies über (inter-) disziplinär ausdifferenzierte, innovative Forschungen und Expertisen, die mit der Gründung des hochschulweiten Zentrums Gender Studies in Köln (GeStiK) im Jahr 2012 einen institutionellen Rahmen erhält. Das Zentrum baut außerwissenschaftliche Kooperationsbeziehungen mit Institutionen aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Bildung aus, pflegt internationale wissenschaftliche Kommunikation und Kooperation und betreibt strukturierte Forschungs- und Nachwuchsförderung. Über diese wissenschaftlichen Angebote hinaus profitieren Sie zudem vom Serviceangebot der Universität zu Köln bei der Beratung zum Auslandsaufenthalt und zur Berufswahl (z. B. durch das Professional Center oder das Career Service Center) sowie vom breiten Freizeit- und Campussportangebot.


Warum Sie sich für ein Studium in Köln entscheiden sollten

Als eine der wichtigsten Kultur- und 'Medienstädte' Deutschlands bietet Ihnen Köln zahlreiche Anknüpfungspunkte, die im Masterstudiengang English Studies bzw. North American Studies erlernten Inhalte zu vertiefen, anzuwenden und zu ergänzen. Die verschiedensten Institutionen, kulturellen Einrichtungen, Verlage und Betriebe bieten Ihnen nicht nur exzellente Karrieremöglichkeiten nach dem Studium, sondern auch die Möglichkeit zu studiumsbegleitenden Praktika oder Volontariaten. Das Kulturangebot der Rheinmetropole ergänzt das Lehr- und Forschungsangebot: die lit.Cologne zum Beispiel ist mit über 175 Veranstaltungen eines der größten Literaturfestivals in Europa und das Literaturhaus Köln bietet eine breite Palette von Möglichkeiten der Begegnung mit Literatur und Literaturschaffenden von Umberto Eco bis Paul Auster. Besonders attraktiv für die Studierenden der Masterstudiengänge am Englischen Seminar ist auch die Zusammenarbeit mit dem Amerikahaus Köln, das regelmäßig Lesungen, Vorträge und Konzerte organisiert. Studierende mit Interessensschwerpunkt Drama finden auf den über 40 Bühnen ein reichhaltiges Programm, das sich von Oper über Schauspiel und Poetry Slam bis hin zur Performance-Kunst erstreckt. An die 20 Kinos in Köln bieten neben den neusten Filmen auch Arthouse-Programme und Vorstellungen in Englisch und weiteren Originalsprachen an. Ergänzt wird dieses Angebot durch zahlreiche Filmfestivals und Retrospektiven sowie die Arbeit des Filmhauses, welche Filmschaffen, Medienbildung und Kinokultur eng miteinander verbindet. Darüber hinaus präsentieren unzählige Museen Kunst und Kultur von der Antike bis zur Gegenwart. So finden sich im Museum Ludwig oder Wallraf-Richartz-Museum regelmäßig Ausstellungen mit Bezug zu den Inhalten des Masterstudiums, zum Beispiel zur Malerei der australischen Aborigines oder zur Gegenwartskunst Amerikas. Ergänzt wird dieses öffentliche Angebot durch zahlreiche private Galerien und Ausstellungshäuser, die in der jährlichen Veranstaltung Passagen ein deutschlandweit einmaliges Angebot an Design und Architektur ausstellen. Neben den hier genannten Ausschnitten aus dem Kölner Kulturangebot profitieren Sie natürlich auch von der geographischen Nähe zu den Kulturzentren im Ruhrgebiet, im Dreiländereck Niederlande-Belgien-Deutschland und von der guten Anbindung an Metropolen wie Brüssel, Paris oder London.

Kontakt

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen:

englisches-seminar1(at)uni-koeln.de